Integration, Zugehörigkeit, Kontakte

Es ist viel einfacher, die Intensionen von Mitarbeitern, Kollegen oder Vorgesetzten für eigene Anliegen zu berücksichtigen, wenn man sie kennt.

Persönlichkeitsorientierte Führung gelingt, wenn man weiß, was der Mitarbeiter braucht, wie er denkt und fühlt. Lassen Sie uns darüber reden.

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Beziehungen sind faszinierend, weil Menschen sich unterscheiden. Aber, aus der Andersartigkeit ergeben sich Chancen und Risiken, weil nicht jeder so „funktioniert“, wie man es erwartet. Die Risiken zu vermeiden, die sich aus unterschiedlichen Auffassungen und Prioritäten ergeben, funktioniert dort einigermaßen, wo Berichts- und Kontrollsysteme für die Einhaltung organisatorischer Grenzen sorgen. Die Chancen zuzulassen klingt einfacher als es sich in der Praxis darstellt, denn dazu müssen die Beteiligten wissen, dass sie selbstständig denken, fühlen und handeln sollen!

Mitarbeiterführung gibt die Antwort auf die Individualisierung im beruflichen Alltag. Je besser ein Mitarbeiter geführt wird, desto weniger müssen teure Kontroll- und Bremssysteme genutzt und desto mehr kann auf Eigeninitiative vertraut werden. Als Vorgesetzter beeinflusst man im hohen Maße die emotionale Ausrichtung des Mitarbeiters. Dessen Frage lautet: Was muss ich tun, um vom Chef mindestens toleriert zu werden?

Die Anforderungen aus dem Stellenprofil können den Mitarbeiter in eine andere Richtung ziehen: Was ist zu tun, um den Anforderungen gerecht zu werden? Für seine eigene Zufriedenheit muss sich der Mitarbeiter zudem so verhalten, dass er sich nicht dauernd selbst verbiegen muss.

Die Frage: „Wen motiviere und führe ich auf welche Weise?“ beantwortet IPM mit den individuellen Führungshinweisen. Für jeden Mitarbeiter wird bezogen auf seine Persönlichkeit beschrieben, wie bei ihm Motivation positiv gelingt und worauf allgemein in der Kommunikation und in Absprachen über Arbeitsinhalte zu achten ist. Danach wird die Beziehungsebene zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter betrachtet. Wo verlangt der Vorgesetzte unbewusst zu wenig – und wo zuviel? Was ist zu tun, wenn in manchen Teilbereichen der Persönlichkeit zu erwarten ist, dass man aneinander vorbei redet? Die Anforderungen aus dem Stellenprofil werden in zwei Richtungen analysiert: Wird der Mitarbeiter von seiner Persönlichkeit her überfordert? Und: Wird er möglicherweise unterfordert? In beiden Fällen ist es sinnvoll, entweder durch Motivation und Führung oder durch organisatorische Maßnahmen gegenzusteuern.

Ziel ist, auf Dauer wohl integrierte Mitarbeiter zu haben, die sich in ihren Aufgaben begeistert engagieren.