Führung bedarf der Ordnung. In einer gut strukturierten Umgebung lassen sich viele Unwägbarkeiten vermeiden. Auf freien Wegen kann man sich besser auf das Ziel hin bewegen.
Verlässlichkeit und Kontinuität sind die Folge, wenn man umeinander weiß und sich gegenseitig würdigt. Dieser Respekt führt zum Beispiel zu einer dem Mitarbeiter gerecht werdenden Aufgabenverteilung.
Die Mitarbeiter so einzusetzen, dass sie dauerhaft in einer angenehmen Umgebung mit Aufgaben betraut sind, die sie leisten können und wollen, ist ein durchaus vernünftiges Ziel. Denn es ist nicht nur menschlich sondern auch wirtschaftlich sinnvoll, wenn Organisation und Personalarbeit auf so kluge Weise zusammenwirken, dass die Zusammenführung von Aufgaben zu Stellen – und die Zuordnung von Mitarbeitern zu Stellen passgenau geschehen.
Personaleinsatz wird zum Risiko, wenn man unsicher darüber ist, ob der Mitarbeiter die kommenden Aufgaben bewältigen kann. Ein gutes Gefühl bei der Besetzung einer Stelle wird man haben, wenn man weiß, dass die Aufgaben von einem Menschen geleistet werden, der aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner Erfahrung dafür prädestiniert ist.
Eigentlich ist es so einfach: Man muss sich beides ansehen und miteinander vergleichen: Stellenprofil und Mitarbeiterprofil.

Früher wurden Stellen aus reinen sachlichen Überlegungen geschaffen – das führte dazu, dass ein Verkäufer gleichzeitig Buchführungsaufgaben zu machen – oder ein Buchhalter nebenher mit Kunden zu kommunizieren hatte. Das funktioniert nur selten ordentlich. Es birgt deutliche Risiken, wenn man etwas machen muss, was einem gar nicht liegt. ‚Aufschieberitis’, mangelnde Qualität und negativer Stress sind Folgen, die weder für das Unternehmen noch für die Beteiligten gesund sind.
Natürlich hat man in der Praxis nicht immer ideale Situationen. Aber, man kann durch eine gute Organisation viel erreichen: Der erste Schritt hin zu einer für alle Seiten verlässlichen Ausgangssituation ist die aufgabenbezogene Analyse der Stellen – der zweite Schritt ist die wertneutrale, würdigende Auseinandersetzung mit den Grundbedürfnissen potenzieller Stelleninhaber. Damit ist die Basis für weitere Personal- oder Organisationsentscheidungen vorhanden.
Damit nach der Stellenbesetzung die positive Einbindung in das Team und die wohlwollende Unterstützung durch die Vorgesetzten gewährleisten werden kann, geben Teamprofile und Führungshinweise verständliche und umsetzbare Anregungen.