Leadership: Erkenntnis, Logik, Struktur

Für die Kunst der Führung braucht man das Wissen um die systemischen Zusammenhänge. Von allen beteiligten Persönlichkeiten gehen Wirkungen auf die anderen aus – und die erzeugen Gegenwirkungen.

Die IPM Systematik integriert und kombiniert verschiedene Betrachtungsebenen und Werkzeuge, wie Kurz- und Persönlichkeitsprofile, Bewerber-Ranking, Teamprofile und Führungshinweise.

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Eigenschaften sind die Folge von lang eingeübten Verhaltensweisen. Verhalten dient bestimmten Bedürfnissen. Um als Einzelner oder als Art überleben zu können, streben wir Menschen nach Durchsetzung, Zugehörigkeit, Sicherheit, Individualität, Empathie und Erkenntnis. Von diesen Grundbedürfnissen gehen die größten Wirkungen aus. Aufgrund ihres existenziellen Charakters lassen sie Ängste entstehen, wenn ihre Erfüllung bedroht ist, und kraftvolle Aktionen, wenn Befriedigung möglich scheint.

Das "innere" System eines Menschen ist bestimmt von der Gleichzeitigkeit und der Gegensätzlichkeit dieser Bedürfnisse. Je nach Persönlichkeit wird man ein oder mehrere dieser Aspekte priorisieren. Man entwickelt sich zum extrovertierten Entertainer, zum dynamischen Unternehmer, zum kritischen Forscher und so weiter.

Die Wirkung dieser unterschiedlichen Ausrichtungen bezieht sich immer auf die äußere und innere Situation. Wer zum Beispiel nach Sicherheit strebt, wird dann ängstlich reagieren und zur Vorsicht mahnen, wenn Gefahren drohen – ein durchsetzungsorientierter Mitarbeiter würde potenzielle, z.B. wirtschaftliche Bedrohungen gar nicht wahrnehmen – solange er sich nur frei entfalten kann... Wird er jedoch vom Vorgesetzten „gebeten“, in den nächsten zwei Wochen ausschließlich tabellarische Aufstellungen über das Zahlungsverhalten bestimmter Kunden zu machen, dann wird Wut in ihm aufsteigen.

Abhängig vom Kontext, zum Beispiel der Art der Mitarbeiterführung, der aktuellen Aufgabenverteilung, des zugewiesenen Stellenprofils, der Dynamik im Team, der Ausrichtung des Unternehmens, etc. werden diese beiden Mitarbeiter auf ihre recht unterschiedliche Art auf das System einwirken. Dabei bilden sich Eskalationsstufen, beim Einen von der leisen Mahnung zur Vorsicht bis zur Blockade von Veränderungen, und bei dem Anderen von dem kurzen, lauten Aufbegehren gegen eine ungeliebte Aufgabe bis zu kämpferischen Aktionen zur Entmachtung des Vorgesetzten.

Sinn der IPM Systematik ist es, diese komplexen Zusammenhänge transparent zu machen und durch Führungshinweise und Teamprofile die damit einhergehenden Kräfte im Sinne des Unternehmens auf gemeinsame Ziele auszurichten.