Über uns

IPM geht von einem positiven Menschenbild aus. Es gilt für die gesamte Systematik, dass hinter jeder persönlichen Ausprägung oder Eigenschaft ein positives Grundbedürfnis vermutet, analysiert und beschrieben wird. Der wesentliche Fortschritt durch IPM liegt in der Untersuchung der individuellen und dynamischen Struktur der Grundbedürfnisse. Damit gehen wir von einem Persönlichkeits-Konstrukt aus, bei dem kontextabhängig verschiedene Bedürfnisse miteinander konkurrieren.

Das Wissen um die innere Vielfalt befreit von den üblichen Bewertungen. Es gibt keine dauerhaft labilen oder introvertierten oder sonst wie gearteten Menschen. Jeder Mensch setzt von Kind auf an seine eigenen Prioritäten und macht damit im Laufe des Lebens seine Erfahrungen. Wir entscheiden uns in einer Situation eher für das eine oder andere Verhalten – und machen neue Erfahrungen.

Wir sehen seit dem Beginn der Entwicklung dessen, was IPM heute ausmacht, wie das lebendige, positive Menschenbild zu einer hohen Wertschätzung der eigenen Person und der Mitmenschen führt.

In den 80er Jahren begann die Diskussion über emotionale Intelligenz vernehmlicher zu werden. Der Blick wurde auf die sozialen, emotionalen Kompetenzen des Managements und auf die Wirkungen bei den Mitarbeitern gelenkt. Wir wurden gefragt: Da man Manager schwerlich umerziehen kann, gibt es einen anderen Weg ihnen das nötige Wissen über die Persönlichkeit der Mitarbeiter und die damit verbundenen Führungs- und Motivationshinweise anhand zu geben? Bei der Arbeit an diesen und ähnlichen Fragen wuchsen Ideen und Anforderungen an eine neue Methodik.

Es wurde deutlich, dass für die eigenen Entscheidungen, sowie für die Motivation von Mitarbeitern oder Kunden nötig ist, statt von Eigenschaften über Bedürfnisse zu berichten. Um dem gerecht zu werden, fand sich ein Team von Psychologen, Betriebswirten und Informatikern, welches die Zusammenhänge zwischen Eigenschaften, Emotionen und Bedürfnissen untersuchte und die Erkenntnis auch software-technisch nutzbar machte. Als erstes Ergebnis wurde 1998 die T.M. (Tiefenmotivation)-Analyse realisiert. Diese, sowie die Varianten DART (2000) und WIKO (2001) bilden heute noch die empirische und statistische Basis der IPM Analysen.

Im Jahr 2006 waren die Erkenntnisse soweit abgesichert und die Verfahren in einer Gesamtsystematik integriert und programmiert, dass die von verschiedenen Autoren aus Deutschland, England und Polen durchgeführten Forschungen und Entwicklungen in einem Institut zusammengefasst werden konnten, das dann als Institut für Persönlichkeitsorientiertes Management in Görlitz gegründet wurde.

Heute werden alle Aktivitäten von der IPM AG koordiniert. In den vergangenen Jahren lagen die Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung bei der Dynamik, die sich aus dem Zusammenleben und Zusammenwirken in Teams ergibt, und bei der Frage, wie Menschen miteinander oder mit situativen Angeboten zusammenpassen. Das betrifft zum Beispiel die Themen Person-Job-Fit, Mitarbeiter-Team-Passung aber auch Fragen zu Partnerschaften, zur Argumentation gegenüber Kunden oder zur Berufsfindung für junge Menschen.

Das in den 90er Jahren entwickelte Ranking-Verfahren hat sich bewährt, denn es bietet die beste Basis, um die Entscheidungen eines Menschen zu verschiedenen Situationen zu erfassen und zu analysieren. Ergänzt wurde diese Analyse-Methode 2006 um das Interaktive Advice System (Snapshot), das in der telefonischen Kommunikation mit Kunden dem Berater situative Kommunikationshinweise gibt. Im Jahr 2017 begann zunächst auf der Basis Künstlicher Intelligenz die Entwicklung der Textanalyse. Diese Methodik ist bereits jetzt in der Lage, auch aus kurzen Texten, wie Stellenangebote oder Mails wertvolle Hinweise auf verschiedene Ausprägungen abzuleiten.

Stephanie Schoss

Stephanie Schoss

Mitgründerin & Verwaltungsratspräsidentin

Stephanie Schoss studierte Wirtschafts­wissen­schaf­ten an der Universität St. Gallen, der Singapore Management Universität und in Harvard.

Sie ist Mitgründerin des Competence Center for Top Teams am Research Institute for International Management der Universität St. Gallen. Sie ist auch Mitgründerin verschiedener Firmen in welchen sie weiterhin eng involviert als aktives Verwaltungsrats­mitglied.

David Scheffer

David Scheffer

Chief Science Officer

geb. 1970 in Richmond, VA. Aufgewachsen in den USA, Äthiopien und Deutschland. Studium der Psychologie an der Universität Osnabrück. Promotion 2001 im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt zur Überprüfung der evolutionären Sozialisationstheorie über das Thema implizite Motive. 1998 bis 2008 Wissenschaftlicher Assistent im Fachgebiet Personal- und Organisationspsychologie an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

2008 Gründungs-Partner bei KEY4TALENT und fbtk. Ab 2010 Professor an der NORDAKADEMIE, Hochschule der Wirtschaft, wo er in Hamburg den Studiengang Wirtschaftspsychologie leitet. Seit 2014 im Beirat des Instituts für Persönlichkeits-orientiertes Management (IPM). 2017 Gründung des Forschungs-Instituts CAPTA (Computer Aided Text Analysis) an der NORDAKADEMIE. Forschungsinteressen: Einfluss impliziter Persönlichkeits-Systeme auf das Berufs- und Konsumverhalten. Messung von Persönlichkeitsmerkmalen durch KI-gestützte Textanalysen.